Aufgrund anatomischer Besonderheiten ist die Anlage eines dauerhaften künstlichen Ausgangs (Stoma) bei wenigen Patienten mit Enddarmkrebs erforderlich. Einen künstlichen Ausgang zu haben ist für jeden Patienten ein Einschnitt ins gewohnte Leben. Viele Fragen und Sorgen beschäftigen den Patienten vor der Operation.
Im Darmzentrum Chiemgau besteht ein Netzwerk von Fachkräften, die dem Patienten alle offenen Fragen beantworten. Bereits vor der Operation wird die Platzierung des Stomas markiert, sodass der Patient in der Alltagssituation testen kann, ob die Lage des Stomas für die spätere Versorgung geeignet ist, ob die Bekleidung auch mit Stoma bequem sitzt und ob normales Arbeiten oder Autofahren ohne Probleme möglich sind.
Nach der Operation erlernt der Patient mit Unterstützung unserer Stomatherapeuten in kleinen Schritten die selbständige Versorgung des Stomas. Vor Entlassung wird der Kontakt zu einem Stomaberater hergestellt, der dem Patienten im Alltag zu Seite steht und der die häusliche Versorgung mit Hilfsmitteln übernimmt.
Unsere Patienten erhalten von uns Informationsmaterial der Selbsthilfegruppen der ILCO, die sich regelmäßig einmal im Monat mittwochs im Klinikum Traunstein trifft. Hier können die Patienten mit anderen Stomaträgern Erfahrungen austauschen und neue Kontakte knüpfen.
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