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Dickdarmkrebs (= Kolonkarzinom)

Dickdarmkrebs ist mit ca. 70.000 Neuerkrankungen jährlich die dritthäufigste Krebsart überhaupt.

Der Dickdarm ist ein Teil des Verdauungssystems des Körpers. Er schließt sich dem Magen, dem Zwölffingerdarm (Duodenum) und dem Dünndarm an. Der Dickdarm hat eine Länge von ca. zwei Metern. Seine Hauptaufgabe besteht in der Rückgewinnung von Wasser und Salzen aus dem Verdauungsbrei und dem Transport von unbrauchbarem Rest als Stuhl aus dem Körper.

Beim Dickdarmkrebs findet man bösartige Tumorzellen (Krebszellen) im Gewebe des Dickdarms. Die Entwicklung der Krebszellen nimmt in der Darmschleimhaut ihren Anfang. In der Regel bilden sich dort zunächst gutartige Tumoren, die man auch als Polypen oder Adenome bezeichnet (nur in absoluten Ausnahmefällen entwickelt sich der Krebs ohne diese gutartigen Vorstufen). Warum sich einige Zellen des Dickdarmes zu Krebszellen entwickeln ist in der Regel nicht bekannt. Nur bei ca. 10 Prozent aller Patienten werden Gene entdeckt, die die Umwandlung von normalen Darmzellen in Krebszellen verursachen können.

Gerade in der Frühphase seines Wachstums verursacht der Tumor kaum Beschwerden. Oft suchen die Betroffenen erst nach Auftreten von Stuhlunregelmäßigkeiten mit Wechsel von Durchfall und Verstopfung, bei Blähungen oder bei Blutauflagerungen auf dem Stuhl einen Arzt auf. Allgemeinsymptome können ein Leistungsabfall mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Gewichtsverlust sein. Diese Beschwerden sind in der Regel sehr uncharakteristisch. Deshalb bedarf jede Blutauflagerung auf dem Stuhl oder jede plötzliche Änderung der Stuhlgewohnheit einer umgehenden Abklärung beim Arzt. Da Frühsymptome selten sind, kommt der Vorsorgeuntersuchung eine große Bedeutung zu.

Stadieneinteilung des Kolonkarzinoms

Wenn Dickdarmkrebs entdeckt (diagnostiziert) wurde, werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob Krebszellen sich auch auf andere Regionen des Körpers ausgebreitet haben (Stadieneinteilung, "Staging"). Erst nach einem chirurgischen Eingriff und der feingeweblichen Aufarbeitung des entfernten Gewebes kann das Tumorstadium definitiv festgelegt werden. Hierbei ist entscheidend, wie viele Darmwandschichten vom Krebs betroffen sind (T-Stadium, T1-T4)), ob Lymphknoten in der Umgebung des Darms befallen sind (N-Stadium, N0-2) und ob Fernabsiedelungen (Metastasen) vorliegen (M-Stadium, M0-1).

Die Prognose (Heilungschance) und die Wahl der Therapie hängen vom Krebsstadium und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

 

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