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Afterkrebs (= Analkarzinom)

Der Afterkrebs ist ein seltener bösartiger Tumor im Analkanal. Zu den Risikofaktoren gehören bestimmte Geschlechtskrankheiten, chronische Infektionen und mechanische Beanspruchung der Analschleimhaut. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Wie alle bösartigen Tumore kann auch das Analkarzinom umliegende Lymphknoten befallen oder Streuherde in anderen Organen bilden (Metastasen).

Symptome, die auf das Vorliegen eines Analkarzinoms hinweisen können, sind Blutablagerungen auf dem Stuhl, Schmerzen beim Stuhlgang und analer Juckreiz. Die Beschwerden können leicht mit Hämorrhoidalbeschwerden verwechselt werden. Eine qualifizierte Untersuchung ist bei Vorliegen solcher Beschwerden deswegen sehr wichtig.

In der Regel ist die moderne Therapie keine Operation, sondern eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie. Nur in Ausnahmefällen oder bei Vorliegen eines Rezidivs (Rückfalls) muss eine Operation mit Schließmuskelentfernung durchgeführt werden. In seltenen Fällen ist das Karzinom auf den Rand des Afters beschränkt (Analrandkarzinom). Hier kann eine Tumorausschneidung (Exzision) ausreichend sein.

 

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